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Der bisherige Fusionsfahrplan Jan Loffelt aufzeigt der richtige ist - muß man die Menschen einladen und Ihnen Mut machen. Sie als Nörgler zu bezeichnen ist nicht fair und dient nicht der Sache.
Welche Zukunft hat die Kirche
MZ vom 29.11.11
Pfarreien rechts der EmsKeine Chance für Nörgler
RHEINE Welche Zukunft hat die Kirche rechts der Ems? Am Samstag versammelten sich 47 Mitglieder der drei katholischen Pfarreien Mariä-Himmelfahrt, Heilig-Kreuz und Herz-Jesu/St. Konrad im Roncallihaus, um gemeinsam über Perspektiven zu diskutieren.
Dr. Jan Loffelt, Studentenpfarrer in Münster, erläuterte als Referent die Bausteine. (Foto: prf)
Dr. Jan Loffelt, Studentenpfarrer in Münster, der schon den ersten "Baustein" vorgestellt hatte, war eingeladen, Impulse zu geben und zu ermutigen, neue Wege zu denken.
"Kirche ist immer da, wo die vier Dimensionen von Kirche, nämlich Gottes Wort weitererzählen, Gemeinschaft erleben, Gottes Gegenwart feiern und sich um den Nächsten kümmern, spürbar werden", prägte er den Teilnehmern immer wieder ein.
Vier "Bausteine"
Dieser Tag war der Abschluss einer Reihe von insgesamt vier "Bausteinen", die im September in St. Mariä-Himmelfahrt mit einem Studientag begann. Hier ging es um die Entwicklung der Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil, das viele Veränderungen mit sich brachte. Im Oktober fand ein Abend im Basilikaforum statt. Hier versuchten die Teilnehmer zu verstehen, was die Menschen unserer Zeit bewegt. Es wurde deutlich, dass schon nach der historisch einmaligen kirchlichen Hoch-Zeit in den 50 Jahren mit 55 Prozent die Zahlen der Kirchenbesucher langsam zurückgingen.
Beispiele in Hannover
In den Herbstferien fuhren 32 Personen mit nach Hannover, um Projekte in der Großstadt kennen zu lernen. Projekte wie "Soul Side Linden" in Stadtteilprojekt in Linden, einem bewegten und multikulturellen Stadtteil, wie die "Cella St. Benedikt", wo sechs Benediktiner mitten in der Stadt wohnen, und einfach für die Menschen da sein wollen, die kommen. Ein kleiner Laden ist eine der Einnahmequellen der Mönche. Schließlich besuchte die Gruppe den Expowal - eine unglaubliche Kirche, wie es heißt. Im Expowal, der zur "Expo 2000" nach Hannover kam, finden heute zweimal im Monat Gottesdienste statt für Jedermann.
Nicht übertragbar
Den Mitfahrern war klar: Diese Projekte funktionieren so nicht in Rheine. Aber es geht auch nicht darum, einfach etwas von woanders mitzunehmen und hier einzupflanzen. "Da müssen wir schon selber kreativ werden", sagte Torsten Wellenkötter, Pastoralreferent in Heilig-Kreuz, und ermutigte über Formen nachzudenken, wie Kirche auch in Rheine lebendig bleiben kann und Menschen anspricht.
Herzlich lebendig waren die Treffen selber. Viele, auch junge Christen waren dabei, waren bei allen vier "Bausteinen" dabei. Teilnehmer am Samstag wünschten sich ausdrücklich eine Fortsetzung im nächsten Jahr. Darin zeigte sich, dass diese vier "Bausteine" tatsächlich wichtig waren für den Prozess des Zusammenwachsens. "Wer hier rausgeht ist kein Fusions-Nörgler mehr!", hoffen die Verantwortlichen der drei Kirchengemeinden rechts der Ems und freuen sich auf weitere Treffen.
Quo Vadis – Pfarrgemeinde?
Quo Vadis – Pfarrgemeinde?
Den Übergang gestalten
Best Practice-Tag im Bistum Münster am 12. Juni 2010
Vortrag von Martin Wrasmann, Referent für Weiterentwicklung pastoraler
Strukturen im Bistum Hildesheim
Die katholische Kirche in Deutschland befindet sich in radikalen Umbrüchen. In den
nächsten Jahren wird sich entscheiden, ob daraus Abbrüche oder Aufbrüche werden.
Die Entwicklungen zu steuern und Mentalitätsveränderungen herbeizuführen, wird die
hohe Kunst der pastoral Handelnden sein (der Pastoralbegriff ist hier umfassend
gemeint und schließt die caritative und bildungsbezogene Dimension mit ein).
Ich möchte kurz am Beispiel meines Bistums Hildesheim verdeutlichen, was ich meine. Im
Jahre 2002 hatten bei den Wahlen zu Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand 30% unserer
Pfarrgemeinden einen Antrag auf Ausnahmeregelung der Kontingentierung gestellt. Nicht
weil sie sagten, wir möchten die Kräfte bündeln, sondern weil nichts mehr da sei, was
gebündelt werden könnte. Die Suche nach Kandidaten, vor allem für den Pfarrgemeinderat,
ist elendig schwer, die Wahlbeteiligung bistumsweit auf 7% gesunken.
Strukturelle Veränderungen seien nötig, so unser Bischof. Von 2004 bis 2014 – etwa 2/3 ist
bereits geschafft – sollte das ganze Bistum „durchfusioniert“ werden. Nach außen haben wir
inhaltliche Gründe vorgeschoben und gesagt, es gehe um kooperative Pastoral. Wenn die
Gemeinden zusammenarbeiten, würden sie schon sehen: alles wird viel einfacher und viel
besser. Ungefähr sechs Monate haben wir die Fusionen inhaltlich verteidigt und auch noch
behauptet, sie seien im Dialog mit den Pfarrgemeinden entstanden. Dann hat die Basis uns
gestoppt und gesagt, wenn ihr nicht anfangt, die Wahrheit zu sagen, werden wir hier
überhaupt nicht mehr mitgehen.
Wir haben diese Wahrheit brutal formuliert: Wir sind pleite, wir haben kein Personal, der
Gläubigenmangel ist eklatant. Die Frage, wie wir gesellschaftlich anschlussfähig bleiben,
wird schon gar nicht mehr gestellt, weil wir nicht mehr anders können, als im Rahmen der
Binnenorientierung danach Ausschau zu halten, wer der Letzte sein wird, der das Licht
ausmacht. Und zugleich haben wir wahrheitsgemäß gesagt, die Fusionen sind notwendig,
um der Struktur zu entsprechen, die der Bischof gesetzt hat: pro Pfarrei soll es nur noch
einen Pfarrer geben. Ein Diaspora-Bistum wie das unsere hat von 363 Pfarreien auf 120
reduziert, ebenso wurden in den letzten zehn Jahren die Pfarrerstellen von 363 auf 120
reduziert.
Inzwischen haben wir festgestellt, dass wir zwar versucht haben, die Wahrheit zu sagen.
Aber das war nur die Wahrheit, die wir zunächst gesehen haben. Die richtige Wahrheit
erkennen wir jetzt: Wir haben 120 Pfarreien in einer Größenordnung von 1.500 bis 17.000
Gemeindemitgliedern, ab 2015 aber nur noch etwa 75 Pfarrer für diese Pfarreien.
Durch die Kirchenbasisbewegung kam auch die Forderung: müssten wir nicht an die
Grundfragen, ans Zölibat und vieles mehr? Natürlich kann man dies diskutieren, wir müssen
da auch ran. Das hilft uns aber im Moment überhaupt nicht. Wenn Sie mit dem Wagen am
Abhang stehen, können Sie nicht darüber nachdenken, ob Sie irgendjemanden treffen, der
Ihnen eine Brücke baut. Wir müssen danach schauen, wie wir aus der konkreten Situation
Gestaltungsimpulse gewinnen können.
Durch den Finanzmangel hatten wir ein weiteres Problem. Wir wussten, wir werden uns von
1/3 unserer Gebäude, Kirchen, Pfarrheime, Pfarrhäuser trennen müssen. Das ist der
radikalste aller Einschnitte. Über eine Pfarreifusion können Sie mit Gemeinden noch reden,
aber wenn Sie sagen, von Ihren fünf Kirchen wird eine profaniert - heißt also entweiht - ,
Redaktion: Stefanie Uphues, 29.09.2010 2
dann ist das Tischtuch schnell zerschnitten. Damit es weitergeht, muss an dieser Stelle
ehrlich gesagt werden, welche Fragen uns leiten. Wir haben dazu zehn Zeitansagen
formuliert unter dem Stichwort „Den Übergang gestalten“.
Wir müssen klaren Wein einschenken, wir müssen ernst nehmen, was vor Ort an Kreativität
und Kraft da ist. Durch permanente Regulierung von oben wird es nie zu einem
gemeinsamen Priestertum aller Getauften und Gefirmten kommen. Um diesen Lernprozess
zu initiieren, haben wir zwei Pilotprojekte in Hannover, der größten Stadt in unserem Bistum
und im diaspora-ländlichen Bereich liegend, eingerichtet. Fünf Jahre haben wir
experimentiert. Wir erhielten professionelle Begleitung durch Bischof Tebartz-van Elst, den
Sie als Ihren Weihbischof kennen. Er hat uns in Hildesheim bei der Frage beraten, wie
Kirchenentwicklung, wie Gemeindeentwicklung vorangehen kann. Was wir in diesem
Prozess der Pilotprojekte als allererstes gelernt haben, war, dass der Bischof leiten lernen
muss. Das zu formulieren hat schon fünf Jahre gebraucht – nicht weil der Satz so schwierig
gewesen wäre, sondern weil der Ort gefunden werden musste, dem Bischof zu sagen, dass
er leiten lernen muss, mit all denjenigen, die ihn in der Leitung des Bistums unterstützen.
Leiten lernen, nicht im Sinne von einfach nur mal Dekrete veröffentlichen, sondern leiten
lernen im Sinne von hinhören. Leiten lernen auch im Sinne von entscheiden. Wie oft laufen
Dinge nur deshalb aus der Bahn, weil keine Entscheidungen getroffen werden oder sich
niemand traut, die schwierigen Dinge anzugehen.
Im Bistum Hildesheim haben wir bereits im Jahre 2005 die Entscheidung getroffen, wie sie
im letzten Jahr Erzbischof Zollitsch formuliert hat: „Wir führen nicht mehr weiter, was nicht
weiterführt.“ Das heißt also, deutlich und klar zu sagen, wie die Prioritäten aussehen, was
sein soll und was wir lassen können.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es geht heute darum, eine Zukunftsperspektive für
unsere katholische Kirche zu entwickeln, mit dem Ziel, gesellschaftliche und kirchliche
Entwicklungsprozesse anzuschauen und zu synchronisieren. Es geht um eine
Kirchenentwicklung, die in Zeiten der Umbrüche Wege des Überganges gestaltet, hinein in
das neue Land, das als Verheißung vor uns liegt.
Ich werde hier ein leidenschaftliches Plädoyer für eine lokale Kirchenentwicklung geben und
bin der festen Überzeugung, dass in der Tat die fetten Jahre erst noch kommen. Wir im
Bistum Hildesheim sind schon durch das Tal der Tränen gegangen, weil bei uns die
Abbrüche viel früher begonnen haben. Bei uns hat die gesellschaftliche Marginalisierung der
Kirche als eine Diasporagröße von acht bis zehn Prozent der Gesamtbevölkerung viel früher
als in anderen Bistümern stattgefunden. Wir könnten Seismograph sein, weil wir viele Fehler,
die man machen kann, gemacht haben. Die müssen sich nicht wiederholen. Ein paar davon
werde ich aufzeigen.
Wir stehen an einem neuen Anfang. Wir haben die Kraft und die Chance, Kirche in dieser
Welt neu zu entwickeln. Meine Ausführungen beruhen auf meinen Erfahrungen.
Möglicherweise kann es bei der einen oder anderen These zu einem Überriss kommen,
verletzen möchte ich dadurch aber niemanden.
Im Bistum Münster kennt man nur die fetten Jahren. Die sind hier, verzeihen Sie mir diese
boshafte Bemerkung, durch Klingelbeutel und Kirchensteuer finanziell so dicht gehalten,
dass die Vorstellung, man müsste irgendwas aus Geldnot ändern, noch nicht vorhanden ist.
Das ist aber eine wesentliche Bedingung. Wir haben im Bistum Hildesheim viele
Veränderungen vorgenommen. Wenn es aber die Frage nach Gläubigenmangel,
Bedeutungsmangel, Geldmangel und Personalmangel nicht gegeben hätte, dann hätte sich
nichts geändert. So zu tun, als gelte es das gemeinsame Priestertum aller Gläubigen unter
der Akzentuierung von Taufe und Firmung in den letzten Jahren neu zu entdecken, halte ich
für unredlich.
Not macht erfinderisch und aus dieser Not heraus zu gestalten ist auch nicht verwerflich.
Darum ist mein erster Impuls an die Kirchen-Leitenden, an diejenigen, die in den Pfarreien
verantwortlich sind, dass wir Stoppschilder aufstellen. Stoppschilder, die uns zur Besinnung
rufen und den Prozess des „immer weiter so, nur in anderen Strukturen“ stoppen. Wenn wir
Redaktion: Stefanie Uphues, 29.09.2010 3
glauben, dass wir das alles besser organisieren können, wenn wir die Räume größer
machen, ist das ein Irrtum. Wenn wir glauben, dass sich etwas ändert, wenn wir die
Geldmittel nur anders verteilen, halte ich das für einen Irrtum. Wir bräuchten Stoppschilder,
die uns darauf hinweisen, darüber nachzudenken, was unser Auftrag in der Kirche und der
Welt von heute ist. Damit knacke ich theologisch legitimiert eine Option des 2. Vatikanums
neu auf. Es war nicht die Botschaft des Vatikanums, die Fenster aufzureißen und die Kirche
neu in die Welt zu stellen. Es ging nicht um die Kirche in der Welt. Es ging um die
gigantische Erkenntnis, dass Kirche Welt ist und dass Welt Kirche ist. Wir können Schöpfung
nicht theologisch abspalten in einen Bewahrungsteil, den wir pastoral aufblähen, und einen
anderen Teil, der sich mit Klimawandel beschäftigt. Diese eine Welt ist uns anvertraut, um
sie als Kirche zu gestalten. Dies als kurze Vorbemerkung, bevor ich nun in die einzelnen
Überlegungen hineingehe. Überlegungen, wie sich die Kirche von morgen, in diesem Stopp-
Raum, gestalten kann.
„Wir gehen über den Jordan“.
Für uns im Bistum Hildesheim war das das Leitmotiv. Die biblische Geschichte erzählt von
den Kundschaftern, die vor dem gelobten Land sitzen und losgeschickt werden, um zu
schauen, wie das Land geschaffen ist (Num 13). Sie kamen zurück und haben ganz tolle
Sachen erzählt, die sie erlebt haben. Aber die Skepsis derer, die auf sie gewartet haben, war
so hoch, dass das Volk Israel 40 Jahre lang vor dem gelobten Land wartete und nicht über
den Jordan ging. Der Jordan ist der Weg in das Land der Verheißung. Für mich ist er der
Weg in die neue Welt, die wir aufgeschlossen haben und die sich in dieser Form als Kirche
darstellt.
Der Übergang der katholischen Kirche in Deutschland steht in einem
Veränderungsprozess des „Kirche-seins“.
Als ich 1972 in den Pfarrgemeinderat kam, sagte mir der Pfarrer: „Junge, wir haben drei
Probleme, die wir lösen müssen: die Gottesdienst-Besucherzahlen gehen zurück, wir haben
keine Priester mehr und wir wissen nicht, wie die Weitergabe des Glaubens an die nächste
Generation erfolgen soll.“ 38 Jahre später fallen die Appelle von Hauptberuflichen und
Hauptamtlichen in der Kirche nicht anders aus. Wir tun noch so, als wäre das ein Prozess,
der einfach so weitergeht, aber wir haben in anderthalb Generationen in der Weitergabe des
Glaubens nicht mehr erreicht. Deshalb werden wir von einem Christentum des Erbes zu
einem Christ-werden aus Berufung kommen. Die Erbschaftsform, meine Kinder sonntags
zum Gottesdienstbesuch zu ermutigen, habe ich vor zehn Jahren aufgegeben. Sie möchten
ja gehen, aber ihre Fragen sind andere als die, die in den Gottesdiensten thematisiert
werden. Sie sagen, ihre Lebenszusammenhänge fänden dort nicht mehr statt.
Ich muss bei uns im Bistum viel reisen und manchmal sitze ich hinten sonntags in einer
Kirche und frage mich: „Leute, warum geht ihr nicht nach Hause?“ Die Sehnsucht der
Menschen nach einer lebensnährenden Liturgie ist da. Aber warum gelingt es uns nicht, in
unseren Gottesdiensten so was wie kommunizierte Gottes-Erfahrung zu erleben? Es geht
doch um die Größe dessen, der unser Leben trägt. Ich habe mir manchmal den Spaß
gemacht, nach einer Predigt die ersten drei Worte derselben bei Google einzugeben. Die
Trefferquote war immens. Das ist kein Vorwurf an diejenigen, die predigen, sondern der
Vorwurf daran, dass wir uns zu wenig Mühe geben, diesen Ort lebensnährender Liturgie zu
gestalten. In meiner Gemeinde ist das nicht anders. Der kleinste gemeinsame Nenner derer,
die sonntags da sitzen, ist der Packen, den sie auf dem Rücken tragen. Wo wird erfahrbar,
dass wir es miteinander tragen? Wo können wir einander erzählen, dass es dieser Gott ist,
der mit uns diese Packen schultern will? Ich würde mir wünschen, diese Erfahrung
freizuschälen, weil wir aus dieser Erfahrung leben.
Wir haben bei uns im Pfarrgemeinderat einmal gefragt: Was war der Grund dafür, dass
meine Visionen abgebrochen sind? Bei den meisten hieß die Antwort: weil sie zu lange in
den Gremien der Pfarrgemeinde tätig waren. Der ursprüngliche Grund für ihre Mitarbeit war
der Wunsch, ihre Visionen zu leben. Dann aber war die Erledigung des Alltagsgeschäftes
und das Bemühen, das Kirchenjahr irgendwie über die Runden zu bringen, oft das einzige
Handlungsfeld. Ist die Frage nach der Vision und nach der Kraft der Nachfolge auf der
Redaktion: Stefanie Uphues, 29.09.2010 4
Strecke geblieben? Das, was wir unseren Kindern weitergegeben haben, wird es so nicht
mehr geben.
Und eine zweite wesentliche These:
Wir werden von einer pfarrgemeindlichen Kultur zu einer Pfarrei als Netzwerk
kirchlicher Orte kommen.
Das Bistum Hildesheim hat nach jüngster Zählung der Gottesdienst-Besucher den letzen
Tabellenplatz an das Bistum Essen abgegeben. Das ist aber nicht mehr als ein Zahlenspiel,
wirklich besser sind wir nicht geworden. Wir können zehn Prozent bei Gottesdienst-
Besuchern vorweisen. Aber was ist mit den anderen 90 Prozent? Wieso fragen wir nicht
danach? 90 Prozent, die uns finanzieren, 90 Prozent, die gespeist sind von Hoffnung und
Sehnsucht, von Trauer und Angst, von Zweifel und Beklemmung. 90 Prozent, die wir mit der
Botschaft des Evangeliums nur ganz schwer erreichen.
Wir erreichen sie zumindest nicht mehr über die Struktur einer Pfarrgemeinde. Die hatte in
den 70er, 80er Jahren ein klares Modell: Nur wer mitmachte, hat Gemeinde erlebt. Die
anderen wurden in unterschiedlichsten Formen gefangen, wie z. B. beim Frühschoppen am
Ende des Gottesdienstes oder beim Gemeindefest. Ich möchte dieses Modell nicht
malträtieren, weil es zu einer bestimmten Zeit genau richtig war: die Kirche als Pfarr-Familie.
Es hat aber nicht die Bindekraft gehabt, die wir erhofft hatten.
Ich glaube, das lag daran, dass wir auch in dieser Zeit nur schwerlich entdecken konnten,
was die Feier der Eucharistie meint. Wir haben immer gedacht, die Hauptsache sei eine
Messe sonntags um zehn, wenn möglich mit dem gleichen Priester. Das Erbe des Herrn ist
aber die Eucharistiefeier für alle. Wir feiern die Eucharistie eigentlich nur noch für wenige,
weil die Kranken nicht da sind, weil die Arbeitslosen nicht da sind, weil die Behinderten nicht
da sind und weil die Menschen mit gebrochenen Lebensbiographien oft nicht da sind. Dies
ist daher nicht die Feier der Eucharistie als Feier für alle. Aus der pfarrgemeindlichen Kultur
hat sich so etwas wie der heilige Rest herausgeschält.
Bisher haben wir in unseren Pfarrgemeinden unsere kirchlichen Einrichtungen immer
subsidiär betrachtet. Der Kindergarten ist der Kindergarten der Pfarrgemeinde. Wenn die
Eltern sonntags zur Kirche kamen, waren die Beschwerden groß: Sie kommen sowieso nur
Erntedank, Weihnachten, Ostern und zum Schulanfang und dann fragen die noch:„ Wann ist
Halbzeit, dass wir wieder gehen können?“. Wir müssen unsere Kindergärten, unsere
Krankenhäuser und Altenheime weiterentwickeln zu Orten der Kirche. Als Diasporakirche
plädieren wir dafür, sie als eigene kirchliche Orte Ernst zu nehmen. Kleine Kirche
Kindergarten. Kindergarten ist Gemeinde. Wir brauchen Kindergärten, die losgelöst sind vom
administrativen Zugriff der Pfarrei.
Von einer institutionellen und professionellen Zentrierung hin zu einer Fokussierung
auf das gemeinsame Priestertum der Gläubigen
Bei der Reflexion der Erstkommunion sagen Pfarrer, Gemeindereferentin und Katecheten,
den Kindern und Eltern habe es Spaß gemacht. Es folgen der Dankgottesdienst und die
Aufteilung in Ministranten-Gruppen. 80 Prozent der Kinder kommen nicht wieder. Die
Enttäuschung ist groß, aber trotzdem wird gesagt, es war gut und deshalb wird genauso
weitergemacht. Jedes Jahr mit dem gleichen Enthusiasmus am Anfang und der gleichen
Enttäuschung am Ende.
Wir in Hildesheim haben daraus gelernt. So laden wir beispielsweise Eltern im Kindergarten
und in der Erstkommunion zu einer Feier am Sonntagnachmittag um 15.00 Uhr ein. Als wir
dies das erste Mal angeboten haben, war es voller als Weihnachten. Das lag daran, dass wir
Menschen, Familien mit gemeinsamer Lebenssituation und gemeinsamen Beziehungsgrad
zu einer kirchlichen Praxis eingeladen haben.
Ich glaube, dass das eine der großen Fragen sein wird: Wie können wir die
Lebenssituationen von Menschen wahrnehmen, aufnehmen und sie deuten, um von dort aus
zu sehen, wie das Evangelium so verkündet werden kann, dass sie es verstehen?
Redaktion: Stefanie Uphues, 29.09.2010 5
Ich nenne einen weiteren spannenden Aspekt: Wir brauchen im Rahmen des gemeinsamen
Priestertums aller Gläubigen die Charismen von allen, auch von denen, die wir noch suchen.
Allen, die zu uns gehören, ist die Würde der Taufe geschenkt.
„Es ist Zeit für Spinner“, heißt es in einem Lied von „Revolverheld“. Es ist Zeit für die
Querdenker. Es ist Zeit für die Verrückten, für die, die was verrücken in dieser Kirche, die
nicht alles auf den Kopf stellen, aber vielleicht manches gerade rücken.
Charismenorientierung und die neue Rolle des Priesters
Dieser Gedanke ist sowohl für die Hauptberuflichen als auch für die Ehrenamtlichen ein ganz
großer Schritt. Wir haben in unseren Pfarrgemeinden einen hohen Rückgang an
Ehrenamtlichen. Gleichzeitig weisen unsere Sozialverbände, Caritas-Verband und
diakonisches Werk, steigende Zahlen auf. Das Ranking zum Ehrenamt in Deutschland sagt:
Die katholische Kirche spielt so wie Energie Cottbus - letzter Platz, kurz vor dem Abstieg.
Caritas und Diakonie spielen dagegen wie Bayern München – Champions-League. Der
Grund dafür ist ganz einfach. In den Sozial-Verbänden, nicht nur den kirchlichen, kommt
dem Ehrenamt in hohem Maße Verantwortung, Beteiligung, Würdigung, zeitliche Befristung
und Begleitung zu.
Bei uns in der Kirche werden die Ehrenamtlichen schnell zu Allroundern: vom Gartenteam
über Lektorentätigkeit bis zum Pfarrgemeinderat oder Kirchenvorstand. Der gereichte kleine
Finger wird sofort als Ganzkörperangebot verstanden.
Die Charismen zu entdecken, zu fördern und zu begleiten, wird eine der zentralen Aufgaben
der Priester und Hauptberuflichen werden, aber dazu noch später.
Von einer gegebenen Pfarrfamilie hin zu einer gelebten Communio der
Verschiedenheit (Vielfalt)
In unserem Bistum haben wir jetzt Wahlen. Wir können viele unserer Gremien nicht mehr
satzungsgemäß bilden. Die Leute wollen nicht mehr. Der Deutsche Verein hat 2005 (Jahr
des Ehrenamtes) ermittelt, wie das typische Bild des deutschen Ehrenamtlichen aussieht.
Während in den Kirchen die meisten Ehrenamtlichen weiblich, über 60 und in der
nachfamiliären Phase sind, beschreibt der Deutsche Verein den typischen Ehrenamtlichen
als weiblich, zwischen 30 und 40, verheiratet, berufstätig und mit 2 Kindern. Wo sind diese
Menschen, diese Frauen in unseren kirchlichen Zusammenhängen?
Hier läuft etwas falsch. Warum ist das so? Frauen in diesem Alter, in dieser Lebenssituation,
sind super organisiert. Sie würden auch noch vier Stunden zusätzlich ehrenamtlich arbeiten.
Die schaffen das, in der Regel sogar mit Power und viel Kraft. Solche Charismen zu nutzen,
sie zu sehen, sie nicht auszubeuten, sondern hereinzuholen als eine Lern-Chance für uns,
als eine neue Erfahrung, ist eine der vorrangigsten Aufgaben, die uns gestellt ist.
Ich glaube, dass das eine der Bastionen der Zukunftsfähigkeit von Kirche sein wird. Wenn
wir dann noch lernen, auch innerhalb von Kirche dieses Ehrenamt zu würdigen, nicht nur mit
einem „vergelt´s Gott“, sondern in der Sprache der Würde, der Anerkennung, der Beziehung
und der Zuwendung, dann werden wir den Paradigmenwechsel des Kirche-Seins so
entwickeln, dass es zu einem ganz neuen Kirchenbild kommen wird. Deshalb geht der Weg
von einer Pfarrfamilie hin zu einer Gemeinschaft der Verschiedenheit und der Vielfalt. Die
Vielfältigen werden es sein, die an unterschiedlichen Orten Kirche prägen werden. Diese
Veränderung, dieser Übergang geschieht aber nicht flächendeckend und nicht gleichzeitig.
Was aus uns wird: Christen
Das größte Dekanat im Bistum Hildesheim (Stadtdekanat Hannover, 160.000 Gläubige) und
das kleinste (Verden, 16.000 Gläubige) sollen sich beide nach der gleichen Ordnung
organisieren. Wir haben oft nur ein Denkmodell, wie Kirche sein kann: Pfarrgemeinde mit
Gottesdienst und Katechese. Diakonie haben wir weitestgehend schon delegiert. Ein großer
Teil unserer Pfarreien liegt bereits im „diakonischen Koma“. Sie sind sozusagen in der
Hilfsbereitschaft eingeschlafen.
Redaktion: Stefanie Uphues, 29.09.2010 6
Deshalb ist es wichtig, dass wir im Übergang im Blick behalten, wie wir die Entwicklungen
differenziert hinbekommen. Wenngleich die Fragen in Münster und Borken die gleichen sein
können wie in Riesenbeck und Ibbenbüren, müssen die Antworten anders sein. In Warendorf
wird es wieder ganz anders sein. Dort, wo wir geballte Katholizität haben, wird man sich nicht
so schnell weiterentwickeln können wie in Räumen mit sehr disparaten, hoch differenzierten
sozialen Prozessen. Wenn wir den Weg über den Jordan gegangen sind, werden wir in
diesen Prozessen immer wieder neu entdecken: Überall leben Christen aus und mit Profil.
Berufung und Gabenorientierung.
Es braucht eine Kultur der Berufung und der Gabenorientierung. Wir haben in einer
Pfarrgemeinde bei uns einen Kinderladen für die Unterstützung von Kindern aus Hartz IVFamilien
entwickelt. In den vier Kirch-Orten dieser Pfarrei haben wir gesagt, dass wir
Ehrenamtliche bräuchten, sonst gehe das nicht. Niemand hat sich gemeldet. Daraufhin
haben wir eine Annonce in die Zeitung gesetzt. 25 Gemeindemitglieder haben sich gemeldet,
aber aus ganz anderen Kontexten wie üblich. Wir haben in unserem Bistumsteil von
Niedersachsen 20 Palliativ- und Hospiz-Netze. An dreien ist die katholische Kirche beteiligt.
Wenn Sie diese Hospiz-Netze anschauen, sehen Sie sehr viele Christinnen und Christen, die
außerhalb von Kirche ihr Engagement in so lebensnahen, lebensgestaltenden und auch
lebensbedrohlichen Feldern suchen. Dort wirken sie als Christen und verkünden „unkirchlich“
die Botschaft des Evangeliums. Es muss uns zu denken geben, wenn die zentralen Themen
von Tod und Trauer, von Auferstehung und Leben gesellschaftlich professioneller und
beziehungsnäher behandelt werden als bei uns in der Kirche.
Sakramentenpastoral im klassischen Sinn ist mittlerweile nichts mehr als
Erstverkündigung.
Wir müssen in der Sakramentenpastoal umlernen. Wir können nicht einfach so Kinder in die
Liturgie des Sonntags hineinholen, weil sie die nicht mehr verstehen. Wir werden anders von
Gott und Jesus reden müssen. Wir werden uns vor allen Dingen darüber austauschen
müssen, was diese Glaubenssubstanz für uns selbst bedeutet. Es geht hier um eine
katechumenale Kultur, eine Kultur des Anfangs.
Wir haben bei uns begonnen, Kurse erwachsenen Glaubens zu gestalten. Als wir diese
Kurse in einem Dekanat angeboten haben, meldeten sich auf einen Schlag 150 Erwachsene
an. Weitestgehend Leute, die schon in der Kirche sind, aber ihren Zugang zu Kirche,
Glauben und Verkündigung in den vorfindbaren Strukturen verloren haben. Da zeigt sich
auch, das solche Initiativen nicht an allen Stellen möglich sind. Das Dekanat lag in der
tiefsten Diaspora, wo Entfernung ein Ausdruck von Sehnsucht wird. Wir haben überlegt, wie
wir das Kirchen-Ferne, das Unkirchliche binden können. Was heißt es, Gottesdienste zu
feiern für Leute, die nicht zur Kirche gehen? Wir haben beispielsweise an einem
Sonntagmorgen Menschen eingeladen zu dem Thema „Paar und Beziehung“. Die Kirche war
voll mit Leuten, die eigentlich nie zur Kirche gehen.
Wie gestalten wir also Beginner-Situationen? Eine für uns im Bistum wichtige Frage, weil wir
derzeit 60 Kirchen identifiziert haben, die wir schließen müssen. Da stellte sich die Frage, ob
wir die einfach abbauen und abreißen oder ob wir die kreative Kraft haben, um neue
Möglichkeiten der Gestaltung zu finden.
Wir haben in Hannover, mitten in der Stadt im Stadtteil Linden, einem Arbeiterviertel und
Migrations-Ballungsraum, eine Kirche aus dem normalen Gemeindekontext rausgenommen
und sie zur Sucher-Kirche gemacht, eine Kirche für Suchende. Eine Kirche für Suchende mit
Angeboten unterschiedlichster Form: Exerzitien für Atheisten oder Mittagsgebete für
diejenigen, die nur noch schwer glauben können. Mittlerweile ist die Kirche ein zentraler Ort
dieses Stadtteils für Menschen, die auf der Suche sind, geworden. Menschen, die keinen
Mann im Beichtstuhl suchen, sondern danach, ob sie Menschen finden, denen sie
authentisch begegnen können.
Diese „Beginner-Kirchen“ sind ein Hinweis darauf, dass wir die Kraft haben, mehr als die
zweieinhalb Millieus, die wir normalerweise in unseren kirchlichen Kontexten binden, von den
elf gesellschaftlichen, die es gibt, anzusprechen und zu erreichen.
Redaktion: Stefanie Uphues, 29.09.2010 7
Kann es nicht auch eine Kirche in einem größeren Raum geben mit Pfarrhaus und
Gemeindezentrum, die ausgewiesener Maßen geistliches Zentrum wird? Geprägt durch eine
besondere Liturgie, besondere Gottesdienstzeiten, Gesprächsangebote, durch eine
verbindliche Art der Auslegung der Schrift und lebensnaher Deutung. Es gibt eine große
Sehnsucht, Gottesdienste so zu feiern, dass sie die Menschen über die nächsten Tage
durchtragen, eine Sehnsucht nach Verkündigung im Gesang und im Gebet. Ich glaube, eine
große Chance, auch für die katholische Kirche, liegt darin, dass wir ein Gespür für das
Mysterium haben. Das Geheimnis zu feiern und es nicht nur permanent preiszugeben, es zu
schützen vor der Alltäglichkeit und der Banalität. Dieses Geheimnis rührt am ehesten da an,
wo Menschen mit ihren Sehnsüchten unsere Räume aufsuchen.
Der andere Teil darf nicht vergessen werden. Es geht immer um die Frage, ob wir den
Menschen dienen, ob es uns gelingt, die Lebenskontextualität von Menschen in ihrer
Unterschiedlichkeit in den Blick zu nehmen. Schauen Sie mal, wie in unserer bildungsbürgernahen
katholischen Kirche das Prekariat vorkommt: als Klientengruppe ja, aber auf
Augenhöhe? Auf Augenhöhe wie bei Jesus in der Begegnung mit den Armen? Wir werden
sicher noch in hohem Maße lernen müssen, wie wir eine Option für die Armen, mehr noch für
eine arme Kirche umsetzen.
Was mich sehr berührt hat in den letzten Jahren ist die Geschichte der wunderbaren
Brotvermehrung, wo die Jünger sagen: „schick sie weg“. „Schick sie in die Suppenküchen,
schick sie in die Beratungsstellen, schick sie zur Tafel, schick sie in die Selbsthilfegruppe“.
Und Jesus sagt: „Nein, gebt ihr ihnen zu essen“. Das kann auch die Suppenküche sein, das
kann auch die Beratungsstelle sein. In erster Linie geht es aber um die Frage, wie wir sie in
unsere Lebens- und Kirchenkontexte auf gleicher Augenhöhe mit einbeziehen können.
Die Zeichen der Zeit…
Ich habe schon auf die Milieus verwiesen. Wer schon mal in Santiago de Compostella war,
weiß, dass 90 Prozent der dort Reisenden nicht kirchengemeindlich organisiert sind; zwar
ein Stück kirchlich, aber weitestgehend außerhalb – die getreuen Kirchenfernen. Sie suchen
diese Orte der Begegnung, weil sie spüren, dass da etwas aufblitzen kann, wie dieses
Mysterium. Die Christen unserer Zeit sind Pilger und Konvertiten, die mal weg und mal da
sind. Vielleicht müsste es auch neue Wege geben, die Tradition der Wallfahrten
aufzuknacken und neue Pilgerorte zu schaffen.
Pilgern ist das Symbol des Unterwegsseins, das Symbol von Gemeinschaft, nie alleine
zugehen, das Symbol für den Ort, über Gott zu reden. Wir müssen uns bewusst sein, wenn
wir von diesem Pilgerbegriff auf die Menschen schauen, dass der größte Teil der Christen in
Europa Katechumenen sind, und viele stehen ganz am Anfang, an der ersten Stufe. Wir
werden sehen müssen, wie das gehen kann.
Die Neuentdeckung der Wege des Christ-werdens für Erwachsene
Ein Glaubenskurs kann nicht so laufen wie die Vorbereitung auf den Führerschein. Wir
bieten das mal so an und Interessierte können jederzeit ein- und aussteigen. Allenfalls beim
Thema Dreifaltigkeit müssen sie noch mal überlegen, ob wir das eine oder andere an Wissen
abfragen. Die Frage nach der Kirche für Beginner ist eine andere. Sie trifft auf Menschen, die
neu anfangen möchten, die glauben möchten, die Menschen finden, die sagen, wie beten
geht: über das Vater Unser hinaus in die Sprache der eigenen Lebenskultur hinein.
Glaubenskurse für Erwachsene haben wir aus der amerikanischen und englischen Kirche
übernommen: „fresh expressions of church“, neue Eindrücke gewinnen, wie Kirche sein
kann. Wir müssen hier weltkirchlich lernen, wie andere das machen. Dann wird man erleben
können, wie das geht. Einige Kirchen überziehen, indem sie das Maß von Frömmigkeit
überdrehen. Andere überziehen das Maß an Sozialverträglichkeit.
Kennzeichen des Neuen:
Es geht um das Christ-werden als Berufungserfahrung und damit die große Weite der
Zugehörigkeit. Die Gemeinschaft des Christ-werdens muss gesucht werden. Unsere
Verbände, die bei uns in der Diaspora fast alle weg sind, haben einen Teil dieser Struktur
getragen. An ihre Stelle sind kleine christliche Gemeinschaften getreten. Wir freuen uns, in
Redaktion: Stefanie Uphues, 29.09.2010 8
unserem Bistum über 165 dieser kleinen christlichen Gemeinschaften zu haben. Sie sind
nicht freikirchliche christliche Hauskreise unter der Frage „hast du heut’ den Herrn schon
gesehen?“, sondern wirklich diakonische, verkünderische und betende Kreise. Sie bilden
eine Substanz für diese große Fläche der Pfarrei, in der wir leben. Dass sich darunter die
Rollen der kirchlichen Berufe verändern, hatte ich schon angedeutet.
Was wird werden: Kirche in Reichweite
Durch die strukturellen Maßnahmen der Bistümer entstehen Räume, die zu einer neuen
Aufgabenverteilung und Gestalt der Pfarrei und ihrer Gemeinden führt. In vielen Bistümern
entstehen derzeit Pfarrverbünde, Pfarreiengemeinschaften etc. Aus dem Blickwinkel der
Diözese Hildesheim gesehen, bündeln Pfarrverbünde die Kraft in die falsche Richtung. Wir
haben im Jahre 2004 direkt mit Fusionen unserer Pfarreien begonnen. Aus einem ganz
einfachen Grund: Seit 1995 waren sogenannte Seelsorgeeinheiten gebildet worden. Wir
haben diese Struktur evaluiert und ausgewertet und die Verantwortlichen haben gesagt: es
gibt „eine Überdrehung von Strukturen und keine klaren demokratischen Verhältnisse“. Die
Pfarreien mit Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat bilden den Pfarrverbundsvorstand.
Dieser der hat jedoch überhaupt kein Mandat und die einzelne Gemeinde braucht sich nicht
an seine Entscheidungen zu halten. Diese Struktur war dem Versuch geschuldet, in größerer
Ebene unter möglichst vielen Partizipationsargumenten das Ganze noch am Laufen zu
halten. Es war nicht gefragt worden: Muss eine lokale Kirchenentwicklung nicht ganz anders
aussehen? Muss sie nicht die Frage nach Gremien ganz neu stellen? Brauchen wir noch
Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand in der Form, wenn man weiß, woraus sie eigentlich
entstanden sind? Wir haben erlebt, dass von unseren 120 Pfarrverbünden 95 Prozent gesagt
haben, dass sie nicht funktioniert haben. Fünf Prozent, das waren die einzigen gelungenen
in diesem ganzen Prozess, haben sofort eine Zusammenführung der Pfarrgemeinden
beantragt: Sie führt die Gremien zusammen, es macht die Abläufe schneller und enger, es
verdichtet die Kommunikationsebenen und es lässt sich anders mit der Frage des
Ehrenamtes umgehen. Auch der Gemeinde-Begriff wird hier aufgeknackt. Es geht nicht mehr
um eine Gemeinde, sondern eine Pfarrei mit mehreren Gemeinden. Das meint nicht nur die
Orte, an denen die Kirchen stehen. Die Pfarrei als Netzwerk bindet auch den Kindergarten,
die Beratungsstelle, die Schule, das Altenheim, das Krankenhaus und selbstverständlich die
kleine christliche Gemeinschaft mit ein. Es ist entscheidend, all diese verschiedenen Orte in
einem Raum so zusammen zu bündeln, dass Synergieeffekte geschaffen werden. So wird
dargestellt, was katholische Kirche in diesem Raum ausmacht.
Unsere Pfarreien tun sich damit sehr schwer. Sie sagen, das verwässere. Unsere Kirchorte,
die, die nicht Pfarreien sind, tun sich ebenfalls damit sehr schwer. Sie sagen, damit käme ein
Anspruch an sie heran, den sie bisher noch gar nicht hatten. So haben sie sich selbst noch
gar nicht gesehen. Erzieherinnen als Transporteure des Glaubens im Rahmen ihrer
pädagogischen Ausbildung mit „einzukaufen“, kann man nicht einfach so machen. Es bedarf
auch eines guten Maßes an Fortbildung und Begleitung.
Wohin wir leben: Kirche in den Lebensräumen der Menschen
Geprägte Zweigleisigkeit zwischen Bewahrung und Erneuerung ist die große Kunst mit dem
alten Land und dem neuen Land. Wir haben viele Pfarrgemeinden, in denen vieles und
vieles gut läuft. Die Gemeinden weiter zu entwickeln, halte ich für ein vorrangiges Ziel. Wir
haben aber auch viele Gemeinden, die nicht mehr können. Sie können ihre Organisationsund
Lebensstrukturen nicht mehr darstellen. Für diese Fälle ist es wichtig, Zweigleisigkeiten
vorzusehen. Zugleich müssen wir die Art und Weise, wie Gemeinden sich organisieren, sehr
differenziert und vielfältig halten.
Das bedeutet, wir werden uns anders in die Lebensräume der Menschen einbringen
müssen. Vielleicht braucht es mal das Pfarramt im Hochhaus, mittendrin, dort, wo in
Ballungsräumen Menschen konzentriert mit ganz anderen Lebensproblemen anzutreffen
sind. Die Orte des Christ-werdens sind sehr vielschichtig. Eine Frage drängt sich auf: Wie
können neue Christen Kirche werden, wenn sie selten einen Zugang zu den Kerngemeinden
finden?
Redaktion: Stefanie Uphues, 29.09.2010 9
Gemeinden und neue Orte des Kirche-Seins werden selbstverständlich von Teams
geleitet.
Wir im Bistum Hildesheim sind das erste Bistum in Deutschland, die ehrenamtliche
Gemeindeleitungen vorsehen. Das ist natürlich der anfangs beschriebenen Not geschuldet.
Wir haben keine Priester mehr. Wir haben für 120 Großpfarreien ab etwa 2015 noch rund 75
Pfarrer. Davon sind mindestens 25 auf dem europäischen Transfer-Markt durchgeleast. Wir
haben uns beispielweise kulturell in Polen bedient. Das ist oft schief gegangen, weil eine
volkskirchliche Mentalität wie die polnische zu den Prozessen einer annähernd
säkularisierten und damit emanzipierten Gesellschaft nicht passt.
Dann haben wir indische Priester geholt. Das hatte einen Vorteil: Wir waren sehr nah am
Mysterium. Allerdings wurde nicht genau klar, wie dieses Mysterium aussieht. Das
Mysterium, die Eucharistie zu feiern, oder das Mysterium der Sprachunfähigkeit?
So hat es etliche Entwicklungen gegeben, nach denen wir jetzt sagen: vielleicht besser
keiner als einer.
Man muss aber genau hinschauen, wie das Antlitz der Kirche vor Ort aussehen soll. Wir
haben uns an Portiers (Diözese in Frankreich) und an Linz (Österreich), orientiert und setzen
jetzt exemplarisch für die nächste Amtsperiode an 24 Orten ehrenamtliche Gemeindeteams
mit etwa drei bis fünf Mitgliedern ein. Gemeinsam mit dem Pfarrer leiten sie den Kirchort.
Dieser Pastoralrat für die Gemeinden löst den Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand ab.
Damit ziehen wir die Konsequenz aus der Überlegung, dass wir als katholische Kirche die
einzige Organisation in Deutschland sind, die in ihren leitenden Gremien Inhalt und
Verwaltung voneinander trennt.
In diesen Pastoralräten, die wir bei uns an zehn Orten in den letzten vier Jahren erprobt
haben, stellen wir immense Men- und Women-Power fest. Da kandidiert beispielsweise auch
der Banker, der sagt: Ihr habt zwar nicht viel Geld, aber es geht hier um Geld. Das will ich
gern verwalten und verantworten.
In unseren Gremien, egal welcher Form, braucht es an vielen Stellen eine Formalkultur:
Manchmal werden auch Ressourcen verschwendet, in der Art und Weise, wie wir Fragen
behandeln, oder mit Protokollen und Informationsabläufen umgehen.
Eine Frage die sich aufdrängt: Die Ehrenamtlichen werden sagen: „Da bekommen wir zwar
Verantwortung und Leitung zugebilligt. Aber wann sollen wir das eigentlich machen?“ Wir
haben in den Pastoralräten die Erfahrung gemacht, dass es leichter ist, Personen für ganz
bestimmte inhaltliche und geschäftliche Aufgaben zu finden als wenn man jemanden fragt,
ob er vier Jahre lang ein Gremium leiten soll. Ein Beispiel: Ich wohne in der Nähe von
Wolfsburg. Wir haben mal folgendes gemacht. Wir haben bei uns in der Kartei nachgesehen,
wie viele Vorruheständler von Volkswagen wir kennen. Das waren ungefähr 60 Männer und
Frauen. Wir haben sie angeschrieben und gefragt, ob sie uns nächsten Winter die
Suppenküche für die Nichtsesshaften organisieren und durchführen könnten. 45 haben
zugesagt, unter einer Prämisse: „Wir managen das für euch, aber nur unter zwei
Bedingungen. Erstens: Keine Theologen, weil die dann anfangen die Wurst zu zerschneiden
und die Vision zu entwickeln, dass man auch von was anderem satt werden könne als von
Suppe. Zweitens: Wenn wir das nach drei Monaten erfolgreich gestaltet haben, dann kommt
nicht und sagt, das war genial, ihr hättet auch schon die nächste Idee für uns. Wenn wir was
machen möchten, dann sagen wir es von uns aus.“
Wenn wir mal auf unser Volk hören, in das Volk hineinhören, werden wir entdecken, dass es
ganz viele Leute gibt, die gar nicht so kirchenkritisch sind. Die sind nicht so, dass sie mit
„unserem Verein“ nichts zu tun haben möchten. Wenn wir Orte schaffen, die Respekt, Würde
und Anerkennung hervorbringen, werden wir Leute finden, von denen wir heute noch
träumen. In der Entwicklung der fetten Jahre, die vor uns liegen, werden Sie viele davon
finden!
Dienst an der Einheit als Dienst an der Vielfalt
Die Aufgabe des Pfarrers wird das schwierigste sein: Der Dienst an der Einheit als Dienst an
der Vielfalt. Wir in unserem Bistum haben wenig Pfarrer, die diesen theologisch begriffenen
Einheitsgedanken in pastorale Praxis umsetzen. Einheit heißt bündeln, zusammenführen,
ermutigen und stärken. Wir haben manche Pfarrer, die meinen, Dienst der Einheit hieße nur:
Redaktion: Stefanie Uphues, 29.09.2010 10
Messe lesen, Beichte hören, Mund halten. So wird das, was das qualitative Moment der
Prägung und der Gestaltung der Einheit ausmacht, nur selten erfahrbar. Und das wird
besonders schwierig, wenn man Ehrenamtliche hat, die mit leitenden Aufgaben zu tun
haben.
Trotz allem sind wir stolz, bei uns 18 Dekanate und 18 Dechanten zu haben, die sagen, dass
sie diesen Weg mitgehen, weil sie glauben, diese Veränderungspotenziale sind in uns allen
drin.
Alle Veränderung und Entwicklung wird nur im Zusammenspiel dieser beiden
Christusformationen Eucharistie und Option für die Armen gehen. Daran wird sich der
Dienst an der Einheit messen lassen müssen.
Damit kommen wir zu einem Bild:
In der Mitte sieht man unterschiedliche Formen von Kirche: Menschen, die beten, Menschen,
die feiern, Menschen, die singen, und Menschen, die auf die Schrift hören. Diese Kirchorte
sind in das Lebensfeld, in dem wir uns befinden, hineinzustellen. Da ist eine Welt, die durch
Arbeiter und Arbeitssituation, eine andere, die durch Urlaub und Freizeit, eine dritte, die
durch Landwirtschaft und eine vierte, die von der Dienstleistungsgesellschaft geprägt ist. Für
uns war wichtig, dass wir im Rahmen unserer lokalen Kirchenentwicklung das Charisma des
Ortes kennenlernen müssen. Wir fragen: Was ist das Grundgepräge in dem Stadtteil, in dem
Dorf, in der Straße, in der ich wohne? In Cuxhaven ist das einfach. Dort ist Urlauber- und
Freizeitseelsorge entscheidend, weil das die Stadt Deutschlands mit den meisten
Urlaubsübernachtungen ist. Man wäre ziemlich schlecht beraten, wenn man die
Zivildienstseelsorge dorthin verlegen würde.
Nach dem Charisma des Ortes zu fragen, macht Sinn, es drängt sich auch auf. Aber man
muss sehr genau schauen, wie ein Beispiel aus Hannover zeigt. Dort hat ein Pfarrer
gemeint, Innenstadtgemeinden seien generell überaltert. Also wurde ein super
Seniorenprogramm aufgebaut. Das ganze Gemeindehaus wurde faktisch zu einem
Seniorenzentrum. Dann aber kam eine junge Gemeindereferentin und fragte den Pfarrer,
warum hier eigentlich so viele Mütter mit Kinderwagen entlanggingen. Er sagte, dass sei die
Kindertagesstätte oder die kämen aus der Stadt und gingen nach Hause. Es wurde eine
Gemeindeanalyse gemacht und festgestellt, dass 50 Prozent der Gemeindemitglieder unter
+
Redaktion: Stefanie Uphues, 29.09.2010 11
35 sind. Die Verantwortlichen hatten einfach nicht gemerkt, dass die Enkelgeneration wieder
in die Innenstädte gezogen ist. Das heißt, sie kennen ihr Volk nicht.
Was ist das Grundgepräge des Ortes? Manche denken, sie wären ein armer Stadtteil, aber
es gibt in Wirklichkeit gar keine Armen. Manche haben drei Ausländer und meinen, sie
hätten einen hohen Migrationshintergrund. Die Kirche im Lebensraum der Menschen zu
entwickeln halte ich für eines der obersten Gebote der Stunde. Nicht, weil uns das
soziologisch aufgedrängt wird, sondern weil der oberste Soziologe, dem wir an dieser Stelle
folgen, der Herr selber ist. Seine Frage den Menschen gegenüber, denen er begegnet, ist
und war immer: „Was willst du, was ich dir tun soll?“ Und wenn der Blinde gesagt hätte: „Ich
hab Hunger“, dann hätte er ihm zu essen gegeben und vielleicht nicht die Augen geöffnet.
Diese Frage wird die zentrale in die Lebensräume der Menschen hinein sein.
Wofür wir stehen: Eine neue Kultur des Kircheseins
Ich komme in die Endschleife. Wofür stehen wir? Für eine neue Kultur des Kirche-seins. Eine
Kultur des Vertrauens und des Experimentes, wo man nicht immer gleich draufhaut, wenn
eine Gemeinde mal anfängt, Wortgottesdienste zu feiern. Wir haben in Goslar im Harz
dreizehn Kirchorte in drei Pfarreien. Zwei Pfarrer, die am Samstag/Sonntag sechs Messen in
sechs Kirchen feiern, in sieben Kirchen findet keine Hl. Messe statt. Der Bischof hat gesagt,
die Leute der sieben Kirchen müssten zu den anderen Orten fahren, wo die Messe gefeiert
wird (angesichts der Entfernungen im Harz sind das mitunter weite Wege). Daraufhin hat
eine Gemeinde den Antrag gestellt, sonntags um zehn Uhr in ihrer Kirche einen
Wortgottesdienst feiern zu dürfen. Der Bischof hat diesem Antrag seine Zustimmung
verweigert, weil es zur Eucharistie der Gemeinde keine Ersatzform geben soll. Die
beantragende Gemeinde hat das nicht verstanden. Auch in dieser Frage braucht es
Entwicklungsräume. Es geht um die Kultur des Vertrauens und des Experimentes. Wenn ich
„Stopp“ sage, brauchen wir auch mal eine Brachzeit, während der wir ausprobieren können,
wo man mal sagt: „Wir lassen den Acker ruhen. Und dann schauen wir mal, was das nächste
sein wird, was wachsen kann.“ Man muss nicht immer schon wissen, was das nächste sein
muss. Dass wir Weihnachten und Ostern so dicht beieinander liegen haben, ist dem
Kirchenjahr geschuldet. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir damit auch immer das
gleiche machen müssen. Wir brauchen eine österliche Kultur des Wachsens. Ohne Sterben
gibt es keine Auferstehung. Wir müssen auch sagen, was nicht mehr geht. Warum um alles
in der Welt muss in Deutschland jeder katholische Junge und jedes Mädchen in der dritten
Klasse zur Erstkommunion? Braucht es nicht unterschiedliche Wege, weil Familien
unterschiedliche Wege gegangen sind? Wir stecken doch auch nicht alle in die gleiche
Schule. Wir sollten Zugänge des Glaubens öffnen, die wirklich berühren und weiterführen.
Eine Kultur des Rufes und der Gabenorientierung, eine Kultur der pluralen Einheit, also der
Vielfalt, aber in dem einen Sinn der katholischen Kirche. Eine Kultur der Subsidiarität und der
Dezentralisierung. Nicht alles an allen Orten. Warum müssen im Umkreis von 5 km alle
Kirchorte das gleiche machen? Firmung, Erstkommunion, kirchenjahreszeitliche Angebote,
Senioren, Frauen usw. Wir müssen Kräfte bündeln. Manchmal gibt es in größeren Einheiten
wieder Chöre, die sich bilden können, die es in den kleinen Einheiten nicht mehr gab. Da
wird der Zusammenschluss ein mehr an Qualität.
Und es braucht Orte explizierter Spiritualität, die ich besonders für mich suche, und Orte
einer Spiritualität in Gemeinschaft.
Uns ist klar, dass die Aufbrüche nur dann kommen, wenn die Wege dahin geistliche
Prozesse sind. Das meint nicht einfach das Gebet am Anfang einer
Pfarrgemeinderatssitzung. Vielleicht gibt es ja mal eine Pfarrgemeinderatssitzung, wo die
Teilnehmer nichts anderes machen als die Schrift lesen.
Wenn es keinen geistlichen Prozess gibt, dann, da sind wir uns wohl einig, brauchen wir
keine neuen Initialzündungen. Warum sind im Rahmen einer geistlichen Unterscheidung
unsere Kirchenleitenden, katholisch wie evangelisch, nicht aufgesprungen, um gemeinsam
an der Spitze zusammen mit Gewerkschaften und anderen Protestierern als Wortführer
gegen die Sparpläne der Bundesregierung anzukämpfen? Diese geistliche Unterscheidung
meint auch, dass wir den politischen Diskurs suchen. Geistliche Unterscheidung heißt nicht,
dass wir uns in der Dreifaltigkeit zu verschiedenen Positionen vereinigen können. Geistliche
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Unterscheidung heißt auch, die Präsenz der Kirche in dieser Gesellschaft wach zu halten
und die Auseinandersetzung mit denjenigen zu suchen, die dafür zuständig sind, dass die
Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander geht. Es muss sich etwas ändern.
Was sich ändert
- Vom Stellenplan zum Gestaltungsplan
Der Stellenplan berücksichtigt Pfarrei, Pfarrer, Gemeindereferentin, das territoriale
Hoheitsgebiet – bloß keine Grenzen überschreiten. Der Gestaltungsplan dagegen sieht vor,
dass wir Teams brauchen, die in Projekte gehen, die aufspüren, was an ganz bestimmten
Orten notwendig ist und geleistet werden kann.
- Vom pastoralen Separatismus zur Kirche in der Welt,
also aus der Kirchengemeinde hinaus in den Stadtteil und in den Ort.
- Von liturgischer Erstarrung zur Gottes-Erfahrung.
Gott erfahren in jeder Art und Weise, wo wir uns in unseren Gemeinden, in unseren Kirchen,
an unseren kirchlichen Orten begegnen.
- Der amtliche Leitungsdienst: zwischen Ermöglicher und Wanderprediger
Der amtliche Leitungsdienst wird bei uns in der Diaspora vom Pfarrer wahrgenommen. Er ist
zum einen Ermöglicher und zugleich Wanderprediger, der von Zeit zu Zeit an Orten
auftaucht und den Raum dafür schafft, dass andere ihre Gaben einbringen – nicht weil er es
selbst nicht mehr schafft und kann, sondern weil die anderen es können. Diese Räume
aufzumachen und zu ermöglichen, das war ein wesentlicher Teil auch der Lebensart und der
Pädagogik Jesu.
- Das Ehrenamt wird Team- und charismenorientierter Leitungsdienst.
Paulus hat gesagt: „Was macht ihr euch eigentlich Sorgen? Alle Gaben, die ihr braucht, habt
ihr schon.“ Wir haben einen Überschuss an Gaben, was ein weiterer Garant dafür ist, dass
wir die Zukunft positiv gestalten können.
Und dann entwickeln wir Kirche, in der Neuzeit angekommen…
- zwischen Wikipedia und Google. Heißt ja nichts anderes wie vor 20 Jahren zwischen
Antwort und Frage. Wir geben die Antworten auf die Fragen, die die Menschen stellen.
- zwischen Jüngerschaft und Facebook. Facebook ist ein Internetportal, mit einer relativ
lockeren Bindung, aber trotzdem der Sehnsucht von jungen Menschen nach Beziehung
entsprechend. Die können nicht alle gleich Jünger werden.
- als Zwischenheimat für Mobilnomaden: Wir haben eine hoch aufgestellte Mobilitäts-
Gesellschaft, wo der Bindungsfaktor an einen ganz bestimmten Ort teilweise nur zeitlich
begrenzt läuft.
Vor Ort lebt Kirche (VOLK)
Es geht darum, lokale christliche Gemeinschaften zu bilden. Beziehungsraum und
Nachbarschaft, Kirche in der Nachbarschaft. Das ist vielleicht in einem Dorf die kleine
christliche Gemeinschaft, die sonntags mit ihren Schwestern und Brüdern in die
evangelische Kirche geht, weil ihr die Versammlung um das Wort des Herrn nicht mehr aus
der Seele geht. In einer lokalen Kirchenentwicklung wird die Sorge um die Armen zum
Herzensanliegen der Jünger und Jüngerinnen Jesu.
Es wird sehr viele unterschiedliche Präsenzen kirchlicher Formen geben. Dem Dienst der
Einheit obliegt es deshalb, die Vielfalt darzustellen und nicht die Einfalt.
Quo Vadis – Pfarrgemeinde? Wie gestalten wir die Übergänge? Ich wollte Ihnen keine
Revolte des Abbruchs kirchlicher Entwicklungen skizzieren, sondern vom Kairos des
Aufbruchs erzählen, der hier in Münster, wie an vielen anderen Orten, beginnen bzw.
weitergehen kann.
Bildungsbüro & Netzwerker
So ergibt sich zur Zeit ein interessanter Fächer an Dienstleistungen
- Netzwerk Eschendorf
- Aufbau eines Stadtteilbüros in Eschendorf
- Beratung von verantwortlichen in der kirchlichen Jugendarbeit
- Firma Ungrund - Personalmarketing, lokale & regionale Vernetzung
- Kreativ & Hobby. lokale Vernetzung
- Networking Blogs - Facebook - Twitter (Internet über webgenial.de)
- Gruppenleiterschulungen
- Bewerbungstraining für Schüler/in
- Vereinsberatung
- Personalmarketing für Ungrund GmbH (www.ungrund.de)
Gesundheitsfragebogen für Ferienlager
Da ich hier die Formatierung nicht übernehmen konnte, sende ich jeden der interessiert ist die Datei gerne als PDF oder aber als Word-Datei - damit Ihr die Daten für Eure Freiteit anpassen könnt.
Bitte eMail an Bildungsbuero@in-rheine.de
mfg
Jürgen K. Niehues
Gesundheitsfragebogen
| Name des Kindes | Telefon |
| Geburtsdatum | Anschrift |
Bitte geben Sie diesen Gesundheitsfragebogen vor Beginn der Freizeit den Gruppenleiter/innen z.B. wenn Ihr Kind in den Bus steigt – gemeinsam mit der Krankenkassenkarte.
Da Sie die kleinen und großen Probleme Ihres Kindes am Besten kennen, hilft es uns sehr, wenn Sie uns diese durch den Gesundheitsfragebogen mitteilen. Wir können dann besser auf Ihr Kind eingehen und haben in einem Notfall (was keiner hofft) alle wichtigen Daten komplett zur Hand.
1. Ist Ihr Kind schon einmal alleine in den Ferien weggefahren? Ja / Nein
2. Bekommt es eventuell Heimweh Ja / Nein
3. Ist es selbständig Ja / Nein Wenn nein oder teilweise, bitte angeben worauf der Betreuer achten sollte. ..................... ................................................................................................................................................................................................................................................................................................................
4. Ist Ihr Kind nervös? Ja / Nein
5. Gibt es Situationen, die Ihrem Kind Schwierigkeiten bereiten? (z.B. Dunkelheit) ...........................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................
6. Bei vielen Kinder ist gerade die Nacht, die unruhigste Zeit. Ist auch bei Ihrem Kind
7. Genau wie zu Hause, sollte auch im Feriencamp gegessen werden, was auf den Tisch kommt. Aber vielleicht ist Ihr Kind allergisch gegen eine Speise, bzw. einen Bestandteil? Ja / Nein Wenn ja welche? ........................................................................... ……………........................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................
8. Hat Ihr Kind Allergien? Ja / Nein Falls ja, geben Sie uns diese bitte an, damit wir versuchen, Kontakte mit diesen Stoffen auszuschließen. Allergiepaß (Kopie) beifügen. ........................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................
9. In den Ferien möchten wir mit den Kindern natürlich auch schwimmen gehen. Kann Ihr Kind schwimmen? Ja / Nein Welche Schwimmstufe ..................................... ............................................................................
10. Welche Kinderkrankheiten hatte Ihr Kind schon? (z.B. Mumps, Masern, Röteln) ............ ....................................................................................................................................................................................................................................
11. Ist Ihr Kind gegen Tetanus geimpft? Ja / Nein Wann zum letzten Mal? ........./............200... Kopie des Impfausweises bitte beifügen!
12. Wir möchten Ihr Kind gut verstehen und jederzeit auf Ihr Kind eingehen, deshalb sind wir für jeden Hinweis, jede Anregung und jede Hilfe dankbar. Welche Tips bezügl. Ihres Kindes möchten Sie uns noch geben? Was macht Ihr Kind wütend? Was mag Ihr Kind gerne? Hat Ihr Kind Handycaps / Behinderungen / Einschränkungen? ......................... ................................................................................................................................................................................................................................................................................................................
13. Muß Ihr Kind regelmäßig Tabletten einnehmen, sich speziell eincremen oder inhalieren? Ja / Nein
14. Welche Medikamente, wie oft, wann?
......................................................................................................................................................................
.........................................................................................................................................................................................................................................................
15. Kann Ihr Kind dieses selbständig? Ja / Nein
15. Welche Hilfe braucht Ihr Kind? Wann und wie oft braucht Ihr Kind Hilfe?
………………………………………………………………………………………………………….
…………………………………………………….
Bitte geben Sie uns Ihre Adresse an, unter der wir Sie in der Zeit, in der Ihr Kind bei uns ist, erreichen können! (evt. Urlaubsadresse)
· Name .......................................................
· Straße / Nr. .......................................................
· PLZ / Ort .......................................................
· Tel.(priv.) .......................................................
· Tel. (dienstl.) .....................................................
Wenn Sie kein Telefon haben, schreiben Sie uns bitte auf, wie und wo wir Sie erreichen können! (z.B. Nachbar)
Falls Sie während des Ferienlags nicht zu erreichen sind, geben Sie uns bitte die Adresse einer Kontaktperson (Oma, Tante,...) an, die wir dann in dringenden Fällen an Ihrer Stelle benachrichtigen können! Diese Person müßte gegebenenfalls ermächtigt sein, an Ihrer Stelle das Sorgerecht zu übernehmen. (z.B. Wenn Ihr Kind aus Krankheitsgründen nach Hause gebracht werden muß.)
· Name .......................................................
· Verwandtschaftsverhältnis ................................
· Straße / Nr. .......................................................
· PLZ / Ort .......................................................
· Tel.(priv.) .......................................................
· Tel..(dienstl.) .....................................................
Außerdem könnten noch folgende Anschriften hilfreich sein:
Hausarzt / Kinderarzt
· Name .......................................................
· Straße / Nr. .......................................................
· PLZ / Ort .......................................................
· Tel.(Dienstl.) .....................................................
Augenarzt (wenn nötig)
· Name .......................................................
· Straße / Nr. .......................................................
· PLZ / Ort .......................................................
· Tel..(dienstl.) .....................................................
Zahnarzt
· Name .......................................................
· Straße / Nr. .......................................................
· PLZ / Ort .......................................................
· Tel.(dienstl.) .....................................................
Nun noch einige Angaben zur Krankenkasse:
Privat Versichert Ja / Nein
Wenn nein – Name der Krankenkasse
· Name .......................................................
· Straße / Nr. .......................................................
· PLZ / Ort .......................................................
· Tel.(Dienstl.) .....................................................
Über wen ist Ihr Kind versichert / Name des/der Versicherten ..............................................................
Haben Sie uns sonst etwas Wichtiges bezüglich Ihres Kindes mitzuteilen
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Mit Ihrer Unterschrift bestätigen Sie, daß Ihr Kind in den letzten 3 Monaten – vor Beginn der Maßnahme – frei von ansteckenden Krankheiten gewesen ist. (Kinderkrankheiten, Läuse, etc.) Sollte dieses nicht zutreffen, bringen Sie uns bitte eine „Ferienlagertauglichkeitsbescheinigung“ vom Hausarzt oder Kinderarzt mit.
Bitte teilen Sie uns bei der Anreise – schriftlich –
mit (am besten mit diesem Fragebogen abgeben), ob Ihr Kind in den letzten Wochen vor Beginn der Ferienfreizeit eine Krankheit hatte, z.B. mit Antibiotika behandelt worden ist, damit wir gegebenenfalls besondere Rücksicht auf die vielleicht noch angegriffene Gesundheit Ihres Kindes nehmen können. Bei vielen Krankheiten kann es durch die Anstrengungen im Feriencamp zu einem Rückfall kommen. Es ist sehr hilfreich, wenn wir dem Arzt dann genauere Informationen zum Krankheitsverlauf und zu den Medikamenten machen können.
Zu Ihrer Information jetzt noch einige Dinge, welche Sie bei der Anreise, Ihres Kindes, auf jeden Fall nicht vergessen sollten.
· Krankenkassen-Chipkarte, denn ohne diese Karte behandeln die Ärzte nur noch gegen Rechnung.
· Kopie oder Original des Impfausweises
· Allergiepaß (wenn vorhanden)
Ferner bestätigen Sie mit Ihrer Unterschrift, daß Sie alle Arzt- und Medikamentenkosten übernehmen, die wir bei Privatpatienten für Ihr Kind auslegen. Gleiches gilt falls Ihr Kind keine Krankenkassen-Chipkarte mitbringt.
Eine letzte Frage noch:
Ist Ihr Kind haftpflichtversichert?
ja / nein
..................................................................................
Ort/Datum Unterschrift d. Erziehungsberechtigten
Wir hoffen, dass Sie sich die Mühe mit dem Fragebogen umsonst gemacht haben – und keine Krankheit, kein Unfall das Ferienlagerglück trübt – aber wir möchten für alle Fälle gerüstet sein. Ihr Ferienlagerteam
Tipps rund um Ferienjobs
Ob für das neue Computerspiel, Kleidung, den Führerschein oder einen tollen Urlaub – selten reicht das Ersparte. Die langen Sommerferien sind für viele Jugendliche ideal, mit einem Ferienjob das Taschengeld aufzubessern.
Doch wie alt muss man für Ferienjobs sein? Und müssen Jugendliche Steuern zahlen? Es gilt: Für alle Ferienjobs gelten grundsätzlich die gleichen Regeln des Jugendschutzes und des Steuerrechts.
Wer darf in den Ferien arbeiten?
Kinder unter 13 Jahren dürfen noch keine Arbeit in den Ferien annehmen. Auch die Beschäftigung von Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren, die noch zu Schule gehen, ist in Deutschland nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz grundsätzlich verboten. Sie dürfen jedoch einen zeitlich begrenzten Ferienjob übernehmen.
Wie lange Jugendliche täglich arbeiten dürfen, hängt von ihrem Alter ab:
* Jugendliche zwischen 13 und 14 Jahren dürfen bis zu zwei Stunden pro Tag kleinere Jobs übernehmen, wie zum Beispiel Prospekte austragen oder Nachhilfe geben. Die Arbeit darf nicht die Gesundheit gefährden, die Eltern müssen ihre Zustimmung geben.
- 15- bis 17-Jährige dürfen in den Ferien bis zu acht Stunden pro Werktag arbeiten, aber höchstens 40 Stunden in der Woche und 20 Arbeitstage Vollzeit im Jahr. Akkord-, Wochenend- und Nachtarbeit sind in der Regel verboten. Auch dürfen keine schweren Lasten geschleppt oder andere gefährlichen Arbeiten ausgeführt werden. Regelmäßiges Arbeiten bei Hitze, Nässe, Kälte oder Lärm sind ebenfalls tabu.
- Volljährige Schülerinnen und Schüler dürfen als Erwachsene bis zu 50 Tage im Jahr oder zwei Monate am Stück arbeiten. Was zeitlich darüber hinausgeht, ist kein Ferienjob mehr.
Welche steuerlichen Regelungen sind zu beachten?
- Auch Ferienjobber sind Arbeitnehmer und müssen für ihren Arbeitslohn grundsätzlich Steuern bezahlen. Dies erledigt der Arbeitgeber, indem er ggf. Lohnsteuer erhebt. Dazu hat er zwei Möglichkeiten: Die Lohnsteuerermittlung nach der Lohnsteuerkarte oder die Pauschalbesteuerung.
- Legt der Ferienjobber eine von der Gemeinde ausgestellte Lohnsteuerkarte (in der Regel Steuerklasse I) vor, fällt bis zu einem monatlichen Arbeitslohn von rund 896 Euro keine Lohnsteuer an. Hat der Arbeitgeber Lohnsteuer einbehalten, kann der Ferienjobber nach Ablauf des Kalenderjahres beim Finanzamt eine Veranlagung zur Einkommensteuer beantragen (Abgabe einer Einkommensteuererklärung) und erhält etwa zuviel gezahlte Steuern vom Finanzamt zurück.
Bei einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 7.664 Euro im Kalenderjahr erhält der Ferienjobber die gezahlte Lohnsteuer insgesamt zurück. Einkommensteuererklärungsvordrucke mit ausführlicher Anleitung gibt es kostenlos beim Finanzamt oder im Internet unter http://www.bundesfinanzministerium.de unter der Rubrik „Service“ (hier: Formulare A-Z, Zum Formular-Management-System).
- Bei einer geringfügigen Beschäftigung (Arbeitslohn/-entgelt bis zu 400 Euro monatlich, Mini-Job) kann der Arbeitgeber die Pauschalbesteuerung wählen - je nach sozialversicherungsrechtlicher Einordnung der Beschäftigung - entweder mit der einheitlichen Pauschsteuer von 2 %oder mit der pauschalen Lohnsteuer von 20 % des Arbeitsentgelts. Mit der Pauschalbesteuerung sind die steuerlichen Pflichten des Ferien-/Mini-Jobbers erledigt.
- Mehrere über das Kalenderjahr verteilte Ferien- und Aushilfsjobs werden für die steuerliche und ggf. auch sozialversicherungsrechtliche Prüfung zusammengerechnet.
- Schülerinnen und Schüler müssen keine Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen, wenn sie nicht mehr als zwei Monate, bzw. 50 Arbeitstage im Kalenderjahr arbeiten.
- Achtung: Das Kindergeld für ein Kind über 18 Jahre entfällt grundsätzlich, wenn die Einkünfte und Bezüge des Kindes 7.680 Euro im Jahr übersteigt.
Ideen für die Kinder- & Jugendarbeit
Im Zeitalter des Internet geht nun vieles einfacher, was nicht heißt, dass man e
s nutzt. Aber hier ein paar gute Adressen für Leute die Spaß daran haben immer besser zu werden:http://www.grik.de eine "Datenbank" für gute Ideen, Spiele, ein auf den ersten Blick kompliziertes GM (Gruppenleiter-Mark) System sorgt dafür, dass man nicht nur Daten rauszieht, sondern auch eigene Ideen, Spiele, Bastelanleitungen selber einbringen.
Kann ich sehr empfehlen!
n. Hier geht es um Jugendleitercard die viele Vergüngstigungen bietet - aber auch eine Gruppeneiteraus- bildung voraussetzt. Viele Informationen zu Jugendgruppen und Verbänden.Bei Kreativ & Hobby gibt es übrigens 10% auf Bastelmaterial für die Jugendarbeit - wenn man die Juleica vorzeigt.
http://www.kompetenznachweis.de des hessischen Landesjugendringes ist eine Seite, auf der man Zeugnisse für ehrenamtliche Arbeit schreiben kann. Da Aktivitäten im Bereich der Jugendarbeit bei Bewerbungen eine immer größere Rollen spielen, gehören solche Nachweise in die Bewerbungsmappe.
http://www.juleiqua.de/ oder auch # Institut Juleiqua kümmert sich um die Q
ualität der Gruppenleiter/innen und bietet auch eine Forum. Aber noch wichtiger - in der Sommerferien gibt es eine Hotline für Ferienbetreuer & Ferienlagerteams.http://www.praxis-jugendarbeit.de/ Hier gibt es eine Fülle von Anregungen - ob Spiele oder Bastelvorschläge. Hans Hirling hat hier wirklich eine tolle Seite erstellt. Kann ich nur empfehlen.
http://www.spieledatenbank.de/ Optisch nicht gerade schön - aber viele Spiele.
http://www.fundus-jugendarbeit.de Die Seite des BdKJ Würzburg bietet viele Infos
Kreativ & Hobby veröffentlich auch immer mehr Tipps zum basteln, ist aber vom Umfang her keinesfalls mit den anderen Seiten zu vergleichen http://basteltipp.blogspot.com/
Wenn jemand Tipps hat, die diese Linkliste unbedingt ergänzen sollen - ich bin immer für Anregungen dankbar.
Ihr
Jürgen K. Niehues
Rückfragen info@in-rheine.de